Berichte aus dem Hegering IX

Gehorsamsübung

Frühjahrs-Zirkeltraining der "Kreisauswahl"

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Wer den Standard der "Kreisliga" beim Gehorsam und Grundlagen eines anständigen Jagdhundegespanns erreichen will, sollte nach der Winterpause ab März bis Ostern in die „Sonntagsgruppe“. In diesem Jahr folgten mindestens 26 Gespanne dem Aufruf, im Trainingslager auf dem KJS-Schießstand Baumgarten alles zu geben. Wenn sich der Schießbetrieb noch im Winterschlaf befindet, bietet das Gelände des Schießstands Baumgarten mit ein wenig Feld und Waldrevier vielfältige Möglichkeiten der Hundeausbildung. Insbesondere unerfahrene Gespanne fühlen sich in dem umzäunten Gelände sicher, auch wenn nicht jeder Rückruf auf Anhieb befolgt werden sollte. Um jedes der vielen Gespanne in den zwei Stunden ausreichend auslasten zu können, wurde ein Zirkeltraining aufgebaut und fünf Gruppen gebildet: 

  • Apport durch Reifentunnel und über Hindernis von Dummy und Raubwild;

  • Leinenführigkeit an Stangen, Duldung von Drübersteigen im Platz, Grundapport;

  • Stöbern und Freiverlorensuche mit Ente, Kaninchen, Krähe, Raubzeug;

  • Schweißfährte;

  • Kenntnisreiche und lernwillige Zuschauer wie Begleitungen, Jungjäger, Prüflinge.

Gemeinsam wurde allgemeiner Gehorsam, Schussfestigkeit, Verhalten auf dem Stand und für die Gespannführer und -führerinnen Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und Koordinationsfähigkeit geübt (Zitat Ausbilder: „links ist, wo der Daumen rechts sitzt“ 😊).

Kreishundeobmann Clemens Petersen und seine Stellvertreterin Britta Leiseder, Manfred Rommelmann (KJS Eckernförde, Hegering 9), Gert Beirow als langjähriger, engagierter und erfahrener Hundeführer und Verbandsrichter und Karl Rust (Baumgarten) und so manche Freiwillige helfen allen Gespannen, die wichtigen Grundlagen bei der jagdlichen Arbeit aufzufrischen. Viele erfahrene und unerfahrene Führerinnen und Führer von jungen Jagdhunden nahmen die Gelegenheit wahr, in der Prägungsphase ihrer zukünftigen Jagdhelfer die Erfahrung dieser fünf ganz besonders kompetenten Ausbilder einfließen zu lassen und von erfahrenen Gespannen durch Zuschauen zu lernen.

Nach dem Üben ist vor dem Kaffeetrinken und auf diese gemeinsame halbe Stunde bei Karl hat sich nicht nur der Autor dieses Artikels schon den ganzen Winter gefreut.

Dr. Heino Steentoft, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des Hegering IX

Stammtisch am 25.09.2025: Aktuelles

Wie soll mit toten Feldhasen bei Verdacht auf Myxomatose vorgegangen werden?

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Um über das Vorkommen der Toledo-Variante der Myxomatose in SH einen Überblick bekommen zu können, können bei vermehrter Sterblichkeit von Feldhasen je 1-2 Tierkörper nach Rücksprache mit dem hiesigen Veterinäramt an das Landeslabor in Neumünster geschickt werden. Die Untersuchungen, die über das Veterinäramt eingesendet werden, werden als amtliche Untersuchung ohne Berechnung durchgeführt.

 

Eine Entfernung der Kadaver (zur Reduzierung des Infektionsdrucks) kann über die Geflügelpest-Tonnen erfolgen, die in der Regel bei den Bauhöfen der Ämter und Gemeinden angesiedelt sind. Bitte setzen Sie das hiesige Veterinäramt über die Entsorgung in Kenntnis. Achten Sie bei der Handhabe der Kadaver auf Ihren persönlichen Schutz (tragen Sie z.B. Einweghandschuhe, achten Sie auf Hygiene).

 

In betroffenen Gebieten können der Verzicht auf Bejagung und Hundearbeit Stress für den Hasenbestand reduzieren.

 

Weiter Infos zur Myxomatose finden Sie auch unter folgendem Link:

https://www.lave.nrw.de/themen/jagd/forschungsstelle-fuer-jagdkunde-und-wildtiermanagement/wildgesundheit/faq-myxomatose

 

Frau Dr. Verena Schmidt 

Veterinärbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde

T: +49 4331 202-313

 

Stammtisch mit Vortrag am 25.09.2025: 

Tierschutz in der Jagdhundehaltung und beim Training“

Zurückbeißen verboten! 

30 Teilnehmer inkl. Verbandsrichter/in und Ausbilder/innen aus unterschiedlichen Hegeringen wurden von Tierärztin Frau Dr. Verena Schmidt (Veterinärbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde) zu einer engagierten Diskussion mit vielen Fragen angeregt. Wir danken für einen sehr anregenden Vortrag und die hilfreichen Beiträge aus dem Auditorium.

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Das Tierschutzgesetz (TierSchG) geht zwar auf artgerechte „Bedürfnisse“ (§2) ein, dies beinhaltet aber nicht automatisch eine Erlaubnis vermeintlich artgerechter Behandlung. Wie ein Leitwolf in freier Natur gegenüber einem jungen Rudelmitglied seine Führungsrolle durchsetzt ist nicht übertragbar auf Gespannführer/-innen bei der Jagdhundeausbildung. Diese haben eine Verantwortung des Menschen gegenüber dem Tier und müssen nicht nur TierSchG, Tierschutz-Hundeverordnung und gewachsene moralische Verantwortungen beachten sondern bei jedem Umgang die Verhältnismäßigkeit ihres Handelns abwägen. Wenn die Erziehung droht, „aus dem Ruder zu laufen“, ist man gut beraten eine professionelle Hundeausbilderin oder Hundeausbilder „ins Boot zu holen“ bevor aus falschen Vorstellungen von „angemessener“ Hundeausbildung ein Verstoß gegen das TierSchG wird und ggf. negative Entwicklungen unserer Fellnasen noch verstärkt werden.

Gespann heißt Gespann, weil es ein Team beschreibt bei dem ein/-e Gespannführer/-in Verantwortung für die Teammitglieder übernommen hat. Beim täglichen Umgang, beim Training oder nach jagdlichen Einsätzen sind Grundbedürfnisse zu beachten wie täglicher für den jeweiligen Hund ausreichender Auslauf und Kontakt, Zwingergröße, Hygiene, Schmerzversorgung, Futter, angemessene Ausbildungsmaßnahmen, etc. (vgl. VDH). Dauerhaftes Anbinden oder ein dauerhaft eingesetztes „Antibellhalsband“ gehören definitiv nicht zu angemessenen Hilfsmitteln. Wie soll ein Hund seine natürliche Veranlagung zum Bellen mit einem dauerhaft einwirkenden Halsband verbinden? Hundeerziehung muss auf die individuelle Wirksamkeit der Mittel eingehen und kann nicht pauschal elektronisch erfolgen. Eine Erlaubnis zum Erwerb beinhaltet nicht automatisch eine Erlaubnis zur Anwendung und schon gar nicht deren Sinnhaftigkeit.

Einerseits liegt auf der Hand, dass „Kettenhunde“ oder reine Zwingerhunde vom TierSchG geschützt werden müssen. Andererseits ist die „Verhältnismäßigkeit“ beim Umgang und Haltung Ermessenssache z. B Aufenthalt im Auto. Auch hier gilt: wer einsperrt ist verpflichtet, Wohlbefinden regelmäßig sicherzustellen. Gleichwohl sind stets Konflikte mit selbst ernannten Tierschützern oder Vertreter/-innen vermenschlichter Hundehaltung (übergewichtige Schoßhunde in Zimmerhaltung) vorprogrammiert. Leider haben ungerechtfertigte Anzeigen auf Basis des TierSchG keine Auswirkungen auf die Anzeigenden, die Angezeigten indessen sind nicht selten in der Beweispflicht für ihre Entlastung notfalls mit Unterstützung teurer Gutachten. Darüber hinaus sind eine Radikalisierung und Einsätze unlauterer Mittel wie versteckte Überwachungskameras zu befürchten. Es ist im Zweifel also klüger, sich bei der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V.  zu informieren oder z. B. die Veterinärbehörde einzubinden als nachher viele Fragen beantworten zu müssen.

Dr. Heino Steentoft, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des Hegering IX

 

Foto Heino Steentoft: Strecke vor Lockbild

Revierübergreifende Rabenvogeljagd am 23./24.08.2025: Warum teilnehmen?

 

Foto: Mit Aussicht auf die Levensauer Hochbrücke liegt die Strecke vor einem Teil der sehr erfolgreich aufgestellten Lockvögel.

 

Krähen galten zu Zeiten der Germanen als heilig, für nordamerikanische Indigene als Bewahrer aller Kulturen. Uns sind Sie als extrem aufmerksame, gelehrige und taktisch kluge Vögel bekannt, die als Flugkünstler beeindrucken und als Wächterkrähe Verantwortung für ihre Artgenossen übernehmen. Viele hegen Anerkennung und Sympathie für diese sehr anpassungsfähigen, erfolgreichen Jäger und Sammler, die von ihren wenigen natürlichen Feinden kaum beeinträchtigt werden. 

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Obwohl man sie nur sehr begrenzt verwerten kann (Krähenburger und Hundearbeit), soll man bei einer revierübergreifenden Jagd am Wochenende mitten in der Nacht, unabhängig vom Wetter aufstehen, sich Tarnkleidung anziehen und im Dunkeln verstecken. Tritt man indessen im privaten oder gesellschaftlichen Umfeld überzeugt oder opportunistisch als Gegner auf, erhält man große Zustimmung, findet leicht Argumente für die eigene Position und wird unmittelbar zum „Gutmenschen“ erklärt. Mit der Jagdberechtigung ist gleichwohl Verantwortung verbunden, im Sinne der Artenvielfalt, der Vermeidung von Wildschäden und Tierseuchen sowie dem respektvollen und ethischen Umgang mit der Natur und den Tieren selbst.

Diese Verantwortung haben im Revier Altwittenbek drei Jäger übernommen und während der revierübergreifenden Jagd auf Rabenvögel am 23. und 24.08.2025 unmittelbar neben einem Saatzuchtversuchsfeld insgesamt 12 Rabenkrähen erlegt, die sich wie weitere vermutlich 300 Rabenvögel in Gruppen von 5 bis 60 Vögel der wertvollen Aussaat näherten. Ob diese ca. 4% tatsächlich viel bewirkt haben bleibt fraglich. Gleichwohl leisteten diese drei Waidgenossen ihren Beitrag zur Verantwortung der Jägerschaft, um örtlichen Landwirten mit Aussaat oder Silofolien, Obst- und Gemüsebauern sowie so manchem Singvogel und Jungtier (z. B. Fasanen, Kiebitzen, Rebhühnern, Hasen), Frosch und Amphibium eine kleine Hilfe zu sein. Der beteiligte Jungjäger freute sich ganz besonders über seinen erfolgreichen Einsatz und war von der Hundearbeit so begeistert, dass nach Strecke legen noch viele Fragen beantwortet werden konnten.

Insgesamt wurde bei der revierübergreifenden Rabenvogeljagd des Hegering IX in sieben Revieren eine beachtliche Strecke von 69 erreicht.

Heino Steentoft, Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit im Hegering 9, KJS Eckernförde

Foto Reza Yazdi "Flintenbaum": Wasserübungstage des JGV-SH e.V. Westensee 2025

Hegeringschießen am 02.08.2025 nicht nur als Vorbereitung zur Rabenvogeljagd

Beim Hegeringschießen auf dem Schießstand Baumgarten am 02.08.2025 konnte bei, nur durch kleine Schauer unterbrochenem, herrlichen Wetter ein hervorragender Schießtag durchgeführt werden. Es wurden je ein Durchgang Trap und Skeet geschossen. 

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Mit einer Teilnehmerzahl von weiterhin stark ausbaufähigen 13 JägerInnen konnte sich am Ende Tim Sandmann den Pokal sichern. Auf den weiteren Plätzen folgten Andre Brüdgam und Gregor Schlüter. 

Es hat in jedem Fall viel Freude gemacht, den sich für das offene Schießen ab 16 Uhr zusehends füllenden Schießbetrieb zu beobachten. Aus allen Ecken des Kreises wird dieser Stand mehr und mehr zum Leben erweckt, sodass das Funktionspersonal laufend zu tun hatte und eine Rotte nach der anderen ihre Runde schießen konnte.   

Man kann nur immer wieder appellieren, auch wenn man im eigenen Revier eventuell selten mit der Flinte losgeht, diese Übungsmöglichkeit vor unserer Haustür zu nutzen so oft es geht. Ein routinierter Umgang mit der Flinte ist auch bei der Hundeausbildung unerläßlich.

Gregor Schlüter, Hegeringleiter im Hegering 9, KJS Eckernförde

Foto Reza Yazdi "Flintenbaum": Wasserübungstage des JGV-SH e.V. Westensee 2025

Foto: Marlen Morsdorf
Foto: Marlen Morsdorf
Foto: Marlen Morsdorf

Stammtisch mit Vortrag am 12.06.2025: 

Osteopathie und Physiotherapie für jagdlich geführte Hunde – Prävention, Einsatzbegleitung und Rehabilitation

 

Im Rahmen eines informativen Vortrags durch Marlen Morsdorf, zertifizierte Tierosteopathin und Tierphysiotherapeutin, wurde die Relevanz osteopathischer und physiotherapeutischer Behandlungen für Jagdhunde detailliert erläutert. Die Referentin, selbst passionierte Hundebesitzerin, Züchterin sowie erfahren im Umgang jagdlich geführter Hunde, veranschaulichte eindrucksvoll, wie wichtig eine gezielte Betreuung dieser Tiere ist.

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Warum Physiotherapie und Osteopathie für Jagdhunde?
Jagdhunde sind im aktiven Dienst besonderen Belastungen ausgesetzt. Unwegsames Gelände, Sprünge, plötzliches Abstoppen oder Zusammenstöße mit Wild führen oft zu Überlastungen oder sogar Verletzungen des Bewegungsapparates. Die Folge können Lahmheiten, Taktunreinheiten oder chronische Fehlbelastungen sein. Bereits kleinste Blockaden oder Verspannungen, beeinflussen das gesamte Bewegungsmuster des Hundes und führen nicht selten zu Leistungseinbrüchen oder Schmerzen.
Hier setzt die osteopathische Betreuung an. Sie bietet eine sanfte, ganzheitliche Möglichkeit, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, Blockaden zu lösen und die Beweglichkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Besonders betont wurde im Vortrag, dass es nicht nur um akute Problematiken geht, sondern um eine kontinuierliche, präventive Begleitung der Hunde über die gesamte Jagdsaison hinweg.
Anwendung vor, während und nach der Jagd.

Vor der Jagd dient die Behandlung dazu, die Hunde optimal auf die Belastung vorzubereiten. Durch gezielte Mobilisationstechniken und Muskelaktivierung können Beweglichkeit und Koordination verbessert werden. 
Während der Jagdsaison helfen regelmäßige Anwendungen, muskuläre Dysbalancen oder sich anbahnende Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dies ist entscheidend, um langfristige Schäden zu vermeiden und die Einsatzfähigkeit des Hundes zu sichern.
Nach der Jagd, insbesondere nach einem fordernden Einsatz oder bei erkennbaren Beschwerden, ist die Nachsorge essenziell. 
Auch in der Rehabilitation nach Operationen oder Jagdunfällen spielt die frühzeitige therapeutische Begleitung eine zentrale Rolle für eine vollständige und nachhaltige Genesung.
 
Fazit
Der Vortrag von Marlen Morsdorf zeigte sehr deutlich: Jagdhunde sind Hochleistungssportler, deren körperliche Gesundheit und Funktionstüchtigkeit maßgeblich von regelmäßiger, fachkundiger Betreuung abhängt. Die Kombination aus Osteopathie und Physiotherapie stellt ein wertvolles Instrument dar, um die Leistungsfähigkeit zu fördern, das Verletzungsrisiko zu minimieren und eine schnelle Regeneration zu unterstützen. Jeder verantwortungsvolle Hundeführer sollte diese Form der Betreuung als festen Bestandteil seines jagdlichen Alltags betrachten – im Sinne des Tierwohls und der Leistungsbereitschaft seines vierbeinigen Partners.
 
Angebot
Jagdlich geführte Hunde, bekommen 10% Rabatt auf die Leistungen bei - Tierosteopathie Marlen Morsdorf- .
 
Text und Fotos: Marlen Morsdorf 

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Kontakt:
Marlen Morsdorf, Zertifizierte Tierosteopathin und Tierphysiotherapeutin
Tannenhof 4, 24640 Hasenmoor
📞 0157 92365314 (WhatsApp)
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Foto: Heino Steentoft

Wer ist nach der winterlichen Ausbildungspause beim Gespann der Jagdhelfer?

30.04.2025
Bis zu 26 Gespanne klärten diese Frage während der traditionellen allgemeinen Unterordnung der Jagdgebrauchshunde ab dem ersten März-Sonntag auf dem KJS-Schießstand in Baumgarten.

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So spannend und erfolgreich die Arbeit mit dem Hund auf Treib- oder Drückjagden, im Wasser oder auf der Fährte in der vergangenen Saison gewesen sein mag: Hatten wir wirklich Muße und Ausdauer, unsere Jagdhelfer an ihre Pflichten zu erinnern? Können wir uns auf unsere Münsterländer, Labradore, Chessis, Toller, Teckel, Deutsch Draht-/ Lang-/ Kurzhaar, Terrier, Weimaraner, Vizsla, Spinone Italiano immer verlassen? Haben wir uns zu sehr an die eine oder andere Lässigkeit gewöhnt? Können wir unsere Hunde noch richtig lesen? Beherrschen wir Körpersprache und Erziehungsmethoden noch ausreichend für den konstruktiven Einsatz?
Kreishundeobmann Clemens Petersen und seine Stellvertreterin Britta Leiseder, Manfred Rommelmann (KJS Eckernförde, Hegering 9), Gert Beirow als langjähriger, engagierter und erfahrener Hundeführer und Verbandsrichter und Karl Rust (Baumgarten) und so manche Freiwillige helfen allen Gespannen, die wichtigen Grundlagen bei der jagdlichen Arbeit aufzufrischen. Viele erfahrene und unerfahrene Führerinnen und Führer von jungen Jagdhunden nahmen die Gelegenheit wahr, in der Prägungsphase ihrer zukünftigen Jagdhelfer die Erfahrung dieser fünf ganz besonders kompetenten Ausbilder einfließen zu lassen und von erfahrenen Gespannen durch Zuschauen zu lernen.
Liegen bleiben beim Schuss, Fährtenarbeit, Apport, Gelassenheit in der Gruppe bis zum ruhigen Verbleiben in der Schänke gehören zum Ausbildungsziel während die Gespannführerinnen und -führer zum Abschluss beim gemeinsamen Kaffee Erfahrungen und so manche Geschichte der vergangenen Saison austauschen. Wenn sich der Schießbetrieb noch im Winterschlaf befindet, bietet das Gelände des Schießstands Baumgarten mit ein wenig Feld und Waldrevier vielfältige Möglichkeiten der Hundeausbildung. Insbesondere unerfahrene Gespanne fühlen sich in dem umzäunten Gelände sicher, auch wenn nicht jeder Rückruf auf Anhieb befolgt werden sollte.
Bei vielen Gespannen sind diese Sonntag-Vormittage im März und April seit vielen Jahren fest terminiert genauso wie bei unseren Jagdgenossen Petersen, Leiseder, Rommelmann, Beirow, Rust und weiteren Helfern, denen wir für ihren unermüdlichen Einsatz und die unverblümten Hinweise und Hilfen sehr danken.

Heino Steentoft, Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit im Hegering 9, KJS Eckernförde